Einige Kleidungsstücke vor dem Waschen auf links zu drehen, ist eine einfache Gewohnheit, die die Lebensdauer von Textilien deutlich verlängern kann. Sie bewahrt die äussere Optik, schützt Farben und Drucke und unterstützt zugleich die Reinigung der Bereiche, die unmittelbar mit der Haut in Berührung kommen. Welche Waschmethode richtig ist, hängt jedoch von Kleidungsart, Material und Verschmutzungsgrad ab.
Warum hilft Kleidung auf links waschen, Textilien besser zu erhalten?
In der Waschmaschine reiben Reissverschlüsse, Knöpfe, Fasern und Nähte fortlaufend aneinander. Das kann Farben verblassen lassen, Knötchenbildung verursachen sowie Drucke und Applikationen abnutzen. Wird das Kleidungsstück auf links gewaschen, bleibt die Aussenseite geschont, während vor allem die Innenseite der Reibung ausgesetzt ist. Dadurch verringern sich die Schäden, die sich mit der Zeit ansammeln.
Zudem werden beim Waschen auf links die Zonen gründlicher gereinigt, an denen sich besonders viel Schweiss, Hautfett und Deorückstände ablagern – etwa die Achselbereiche von T-Shirts oder der Bund von Hosen. Wasser und Waschmittel gelangen direkt an diese Flächen, entfernen Gerüche wirksamer und sorgen dafür, dass häufig getragene Kleidung länger gepflegt aussieht.
In einem Video auf dem YouTube-Kanal Dicas de Mãe werden die Vorteile erklärt, schwarze und farbige Kleidung auf links zu waschen: Das schützt den Stoff, verhindert Knötchenbildung und erhält die Farbe länger.
https://www.youtube.com/watch?v=m_09zT1hC7E
Welche Kleidung profitiert besonders vom Waschen auf links?
Nicht jedes Kleidungsstück benötigt dieselbe Behandlung. Bei bestimmten Gruppen lohnt es sich jedoch besonders, sie vor dem Waschgang umzudrehen. Das hilft sowohl dabei, Farben und Muster zu bewahren, als auch empfindliche Fasern vor der ständigen Reibung in der Trommel zu schützen.
Bei folgenden Kleidungsstücken ist diese Vorsichtsmassnahme möglichst immer sinnvoll:
- Jeans und Denim-Kleidung: Hosen, Röcke und Jacken behalten ihre Farbe besser und bekommen weniger helle Abriebstellen.
- Schwarze Kleidung und dunkle Farbtöne: Weniger unmittelbare Reibung verhindert, dass Schwarz „matt“ wirkt.
- T-Shirts mit Drucken, Logos und Applikationen: Auf links gedreht bleiben Siebdrucke, Prints sowie aufgeklebte oder aufgestickte Details besser erhalten.
- Bunte Kleidung in kräftigen Farben: Rot, Lila, Gelb und ähnliche Töne bewahren ihre Leuchtkraft länger.
- Sport- und Funktionskleidung: Bei Leggings, Sporttops und Trainingsshirts wird die Innenseite hygienischer gereinigt.
- Unterwäsche und Schlafanzüge: Spitze und Gummibänder sind besser geschützt, während die Innenseite gründlicher sauber wird.
- Strickwaren, Wolle und strukturierte Stoffe: Ein Schonwaschgang auf links vermindert Knötchenbildung und schont die Oberfläche.
Wann sollte Kleidung nicht auf links gewaschen werden?
In manchen Fällen ist es nicht ratsam, ein Kleidungsstück umzudrehen – vor allem dann, wenn die Verschmutzung auf der Aussenseite sitzt. Flecken durch Lebensmittel, Getränke, Schlamm oder Farbe sollten direkt mit Wasser, Waschmittel und gegebenenfalls speziellen Fleckenentfernern in Kontakt kommen.
Stark verschmutzte Arbeitskleidung, etwa von Baustellen, aus der Gartenarbeit oder aus der Landwirtschaft, weist oft schwere Rückstände auf der Aussenseite auf. Wird sie auf links gedreht, kann sie möglicherweise nicht gründlich genug gereinigt werden. Handtücher, Bettwäsche und einfache T-Shirts aus robustem Baumwollstoff vertragen die direkte Reibung meist gut. Sehr dunkle Stücke können dennoch vorsorglich auf links gewaschen werden, um das Verblassen zu verlangsamen.
Wie lässt sich Kleidung auf links waschen einfach in den Alltag integrieren?
Damit diese Pflegemassnahme den Alltag nicht komplizierter macht, empfiehlt es sich, sie bereits beim Sortieren der Wäsche einzuplanen. Ein Blick auf Pflegeetiketten, Farbe und Stoffart zeigt schnell, welche Teile umgedreht werden sollten und welche nicht. Mit der Zeit wird der Ablauf nahezu automatisch.
Ein praktischer Tipp: Einige Kleidungsstücke, etwa Jeans und bedruckte T-Shirts, können bereits auf links im Schrank aufbewahrt werden. So lassen sie sich direkt in die Waschmaschine geben. Wer die Wäsche zusätzlich nach Farbe und Verschmutzungsgrad trennt, Taschen kontrolliert, Reissverschlüsse und Knöpfe prüft und das Waschprogramm auf den jeweiligen Stoff abstimmt, schafft eine grundlegende Pflegeroutine, die Kleidung ohne grossen Aufwand länger haltbar macht.
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